Rickettsien sind eine Zwischenart von Viren und Bakterien.
Zu der Gruppe der Rickettsiosen gehören zahlreiche weltweit vorkommende Erkrankungen, mit verschiedenen Krankheitsbildern. Rickettsiosen sind typischerweise Anthropozoonosen.
Die Erreger sind kleine, gramnegative, kokkoide Stäbchenbakterien. Im Gegensatz zu anderen Bakterien lassen sich Rickettsien nicht mit den üblichen mikrobiologischen Medien anzüchten, sondern bedürfen Nukleinsäureamplifikationstests, Zellkulturen oder Tierversuchen.
Rickettsiosen können, wie insbesondere Fleckfieber, mit Verwahrlosung verbunden sein und wurden u.a. in den Flüchtlingslagern von Entwicklungsländern nachgewiesen. Das Krankheitsbild des Fleckfiebers, eins der gefährlichsten aus der Gruppe der durch Rickettsien verursachten Krankheiten (Rickettsiosen), zeigt sehr hohes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie einen typisch "fleckigen" Ausschlag am ganzen Körper.
Rickettsiosen können durch Zecken, Milben, Läusen oder durch Flöhe übertragen werden.
Bei der Übertragung des Q-Fiebers werden die Erreger durch Staub und Lebensmittel übertragen.
Die Inkubationszeit beträgt etwa 1 bis 2 Wochen. Dann äüßert sich die Krankheit durch bis auf 40°C ansteigendem Fieber, begleitet von starken Kopf-, Glieder- und Muskelschmerzen, manchmal auch von Schüttelfrost. Die Therapie der Rickettsiosen beträgt ca. 7-10 Tage.
Erkrankungen:
- Fleckfieber (R. prowazekii) ("Läusetyphus")
- Brasilianische Fleckfieber (R. rickettsii)
- Zeckenbissfieber
- Q-Fieber
- Rickettsienpocken (Rickettsia akari)
- Japanisches Fleckfieber (R. japonica)
- Rocky-Mountain spotted-Fieber (R. rickettsii)
