HGB-Frachtbrief
Allgemeines
Der HGB-Frachtbrief kann im nationalen Güterverkehr benutzt werden, wenn das Gut zu Lande, auf Binnengewässern oder mit Luftfahrzeugen befördert werden soll und die Beförderung zum Betrieb eines gewerblichen Unternehmens gehört.Beförderungspapier nach dem ADR
Das ADR schreibt für die Beförderung von gefährlichen Gütern die Mitführung eines Beförderungspapieres vor. Nicht vorgeschrieben ist die Form dieses Papieres.Ein mögliches Beförderungspapier kann im nationalen Güterverkehr der HGB-Frachtbrief sein, wenn er die Angaben gem. ADR enthält.
Inhalt
Der HGB-Frachtbrief ist an keine Form gebunden. Lediglich die Inhalte sind im § 408 HGB festgelegt.
§ 408 Frachtbrief
(1) Der Frachtführer kann die Ausstellung eines Frachtbriefs mit folgenden Angaben verlangen:
- Ort und Tag der Ausstellung;
- Name und Anschrift des Absenders;
- Name und Anschrift des Frachtführers;
- Stelle und Tag der Übernahme des Gutes sowie die für die Ablieferung vorgesehene Stelle;
- Name und Anschrift des Empfängers und eine etwaige Meldeadresse;
- die übliche Bezeichnung der Art des Gutes und die Art der Verpackung, bei gefährlichen Gütern ihre nach den Gefahrgutvorschriften vorgesehene, sonst ihre allgemein anerkannte Bezeichnung;
- Anzahl, Zeichen und Nummern der Frachtstücke;
- das Rohgewicht oder die anders angegebene Menge des Gutes;
- die vereinbarte Fracht und die bis zur Ablieferung anfallenden Kosten sowie einen Vermerk über die Frachtzahlung;
- den Betrag einer bei der Ablieferung des Gutes einzuziehenden Nachnahme;
- Weisungen für die Zoll- und sonstige amtliche Behandlung des Gutes;
- eine Vereinbarung über die Beförderung in offenem, nicht mit Planen gedecktem Fahrzeug oder auf Deck.
In den Frachtbrief können weitere Angaben eingetragen werden, die die Parteien für zweckmäßig halten.
(2) Der Frachtbrief wird in drei Originalausfertigungen ausgestellt, die vom Absender unterzeichnet werden. Der Absender kann verlangen, daß auch der Frachtführer den Frachtbrief unterzeichnet. Nachbildungen der eigenhändigen Unterschriften durch Druck oder Stempel genügen. Eine Ausfertigung ist für den Absender bestimmt, eine begleitet das Gut (Empfänger), eine behält der Frachtführer.
